Prof. Dr. Gudrun Wansing, Prof. Dr. Manuela Westphal's Behinderung und Migration: Inklusion, Diversität, PDF

By Prof. Dr. Gudrun Wansing, Prof. Dr. Manuela Westphal (auth.), Gudrun Wansing, Manuela Westphal (eds.)

ISBN-10: 3531194003

ISBN-13: 9783531194004

ISBN-10: 3531194011

ISBN-13: 9783531194011

In den sozialwissenschaftlichen Diskursen um die Konstruktion sozialer Ungleichheitsverhältnisse berühren Fragestellungen der Intersektionalität traditionell den Dreiklang von Ethnizität, Geschlecht und Klasse. Behinderung findet hingegen als Differenzkategorie bislang noch wenig Berücksichtigung. So liegen bislang nur wenige wissenschaftliche Arbeiten zu der Fragestellung vor, wie die Differenz Behinderung mit anderen Differenzen im Kontext von Migration und der damit verbundenen Differenzziehung entlang von nationaler, ethnisch-kultureller Herkunft individuell und gesellschaftlich verschränkt ist. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen bildungs- und sozialpolitischen Perspektiven von Inklusion (Behinderung) und Integration (Migration) sowie der Anerkennung von Verschiedenheit (Diversität) geraten diese Schnittstellen jedoch verstärkt in den Fokus. Der vorliegende Sammelband führt hierzu theoretische Perspektiven und empirische Ergebnisse der Erziehungs- und Sozialwissenschaften, der Sozialen Arbeit, der Gesundheitswissenschaft und der Rechtswissenschaft inter- und transdisziplinär zusammen.

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Von besonderem Interesse für die Fokussierung auf Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund ist dabei der Standpunkt, dass alle betrachteten Kategorien historisch hervorgebracht sind, also als kontingent begriffen werden müssen, und deshalb in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Auswirkungen haben können (Regel der kategorialen Konnexion; vgl. , S. ). Wichtig ist dabei, dass Ungleichheitsverhältnisse auch Chancen und Privilegien eröffnen. Schließlich werden auch die gesellschaftlichen Ebenen als miteinander vermittelt betrachtet (Regel der kategorialen Provisorien; vgl.

Die sozialstatistische Zuschreibung von Migrationshintergrund erfolgt nicht nur aufgrund der Erfahrung einer Migration, sondern auch genealogisch. Integrationsleistungen werden entlang von Aufenthaltstiteln gewährt bzw. nicht gewährt. Durch spezifische rechtliche Regelungen wie z. B. die Hochqualifizierten-Richtlinie (vgl. Fußnote 5) können Leistungszugänge für bestimmte Zuwanderergruppen ausgeweitet, ermöglicht oder auch eingeschränkt werden. Ähnlich dem Begriff der Beeinträchtigung ist der Begriff Migrationshintergrund rechtlich unverbindlich und führt zu einer zahlenmäßigen Ausweitung des Personenkreises.

So bildet im us-amerikanischen Kontext die Rede der Schwarzen Sklavin Soujourner Trouth auf der Women’s Rights Convention in Ohio im Jahre 1851 (vgl. Brah und Phoenix 2004, S. 9 Als Meilenstein des dortigen Gründungsmythos gilt jedoch die 1974 erfolgte Gründung des „Combahee River Comitees“ durch Schwarze, lesbische und sozialistische Feministinnen. In ihrem viel beachteten Statement (Combahee River Collective 1982, S. 210) sprachen sich die Aktivistinnen eindeutig gegen eine bloße Addition der Diskriminierungserfahrungen marginalisierter Frauen aus.

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